Hätte ich genügend Geld, dann würde ich nicht arbeiten gehen.
Nun habe ich aber nicht genug, um davon in Anstand - oder das was ich darunter verstehe - zu leben, also muss ich arbeiten gehen.
Jetzt sitze ich also hier und langweile mich endlos, unsäglich, unaussprechlich und vergeude meine Zeit damit den Anschein aufrecht zu erhalten etwas zu tun zu haben.
Meinem Nachfolger geht es mittlerweile ebenso. Noch nicht ganz genau so, denn er wurde ja erst von mir eingearbeitet und es fehlt ihm noch die Routine, das mistige, banale, belanglose Alltagsgeschäft das wir nicht an die weisungsgebundenen Mitarbeiter weiterdelegieren können zu erledigen; aber mit ein wenig Übung für den Kleinkram wird auch er bald viel Zeit haben sich angeödet zu fühlen.
Er hat schon angekündigt, wenn ich ab Mittwoch nächster Woche nicht mehr da bin, und wir die Zeit verquatschen können, dann nimmt er sich was zu lesen mit. Damit kann er dann die Zeit füllen in der er nicht nach einer anderen Stelle sucht. Er ist erst seit ca. 10 Wochen bei uns.
Gemessen an dem, was mir hier an Arbeitsleistung abverlangt wird bin ich zwar heillos überbezahlt; gemessen an dem was ich kann jedoch lächerlich unterbezahlt und gnadenlos unterfordert.
Wie sehr wünsche ich mir, wenn ich schon pro Tag mindestens 8 Stunden meines Lebens verschleudern muss, dass ich zumindest gelegentlich auch mal bis an die Grenze meiner Fertigkeiten kommen könnte.
An die Obergrenze meiner Fertigkeiten, nicht an die Untergrenzen meiner Frustrations- und Deprivationstoleranz.
Nun habe ich aber nicht genug, um davon in Anstand - oder das was ich darunter verstehe - zu leben, also muss ich arbeiten gehen.
Jetzt sitze ich also hier und langweile mich endlos, unsäglich, unaussprechlich und vergeude meine Zeit damit den Anschein aufrecht zu erhalten etwas zu tun zu haben.
Meinem Nachfolger geht es mittlerweile ebenso. Noch nicht ganz genau so, denn er wurde ja erst von mir eingearbeitet und es fehlt ihm noch die Routine, das mistige, banale, belanglose Alltagsgeschäft das wir nicht an die weisungsgebundenen Mitarbeiter weiterdelegieren können zu erledigen; aber mit ein wenig Übung für den Kleinkram wird auch er bald viel Zeit haben sich angeödet zu fühlen.
Er hat schon angekündigt, wenn ich ab Mittwoch nächster Woche nicht mehr da bin, und wir die Zeit verquatschen können, dann nimmt er sich was zu lesen mit. Damit kann er dann die Zeit füllen in der er nicht nach einer anderen Stelle sucht. Er ist erst seit ca. 10 Wochen bei uns.
Gemessen an dem, was mir hier an Arbeitsleistung abverlangt wird bin ich zwar heillos überbezahlt; gemessen an dem was ich kann jedoch lächerlich unterbezahlt und gnadenlos unterfordert.
Wie sehr wünsche ich mir, wenn ich schon pro Tag mindestens 8 Stunden meines Lebens verschleudern muss, dass ich zumindest gelegentlich auch mal bis an die Grenze meiner Fertigkeiten kommen könnte.
An die Obergrenze meiner Fertigkeiten, nicht an die Untergrenzen meiner Frustrations- und Deprivationstoleranz.
Randolph Carter - am Do, 25. Jun. 2009, 14:32 - Rubrik: C - Arbeitsgegrummel
Vor 5 Minuten stand ich vor dem Gebäude und rauchte.
Zwei Männer kamen durch die Drehtür nach draußen, einer zündete sich eine Zigarette an, schaute zu mir und hub an zu sprechen: "Ich habe gehört, sie sind bald weg?".
Nun kenne ich keinen der beiden, aber anscheinend bin ich ihnen nicht unbekannt. "Öhm.... ja. Wieso?".
Der mit der Zigarette erklärte: "Ja, Frau A. hat uns das vorhin erzählt... Hier ist aber in letzter Zeit ein ganz schöner Wechsel.".
Wenn es Frau A. erzählt hat, dann ist´s in Ordnung. Frau A. gehört zu der erlesenen halben Handvoll, mit denen ich hier per Du bin.
"Ja. Noch vier Tage, dann bin ich weg. Ist zu eng hier."
"Dann haben wir bei der nächsten Feierstunde ja gar keine Security mehr..." grinst mich der ohne Zigarette an.
Im Gespräch stellt sich heraus, dass auch diese beiden Herren mich an der letztjährigen Feierstunde für den Chef der Security hielten, bevor sie erfuhren, wer bzw. was ich wirklich bin.
Bei den Sekretärinnen im Nebengebäude habe ich - wie mir mal als Geheimnis verraten wurde - den Spitznamen "Russeninkasso". Da gefällt mir "Security" irgendwie besser.
Zwei Männer kamen durch die Drehtür nach draußen, einer zündete sich eine Zigarette an, schaute zu mir und hub an zu sprechen: "Ich habe gehört, sie sind bald weg?".
Nun kenne ich keinen der beiden, aber anscheinend bin ich ihnen nicht unbekannt. "Öhm.... ja. Wieso?".
Der mit der Zigarette erklärte: "Ja, Frau A. hat uns das vorhin erzählt... Hier ist aber in letzter Zeit ein ganz schöner Wechsel.".
Wenn es Frau A. erzählt hat, dann ist´s in Ordnung. Frau A. gehört zu der erlesenen halben Handvoll, mit denen ich hier per Du bin.
"Ja. Noch vier Tage, dann bin ich weg. Ist zu eng hier."
"Dann haben wir bei der nächsten Feierstunde ja gar keine Security mehr..." grinst mich der ohne Zigarette an.
Im Gespräch stellt sich heraus, dass auch diese beiden Herren mich an der letztjährigen Feierstunde für den Chef der Security hielten, bevor sie erfuhren, wer bzw. was ich wirklich bin.
Bei den Sekretärinnen im Nebengebäude habe ich - wie mir mal als Geheimnis verraten wurde - den Spitznamen "Russeninkasso". Da gefällt mir "Security" irgendwie besser.
Randolph Carter - am Do, 25. Jun. 2009, 09:32 - Rubrik: C - Arbeitsgegrummel
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Ein denkwürdiger Satz von Herrn F., meinem zukünftigen Nachfolger:
"Ich muss mir dringend eine andere Stelle suchen!"
Nach einem Monat. Das könnte ein neuer Rekord werden, wenn man bedenkt, dass die kürzeste "Dienstzeit" auf meinem Job drei Monate waren.
Das macht mich mit meinen zwei Jahren quasi zu einem Veteran.
"Ich muss mir dringend eine andere Stelle suchen!"
Nach einem Monat. Das könnte ein neuer Rekord werden, wenn man bedenkt, dass die kürzeste "Dienstzeit" auf meinem Job drei Monate waren.
Das macht mich mit meinen zwei Jahren quasi zu einem Veteran.
Randolph Carter - am Mo, 11. Mai. 2009, 10:37 - Rubrik: C - Arbeitsgegrummel
Der große Zampano redet nicht mehr mit mir.
Er grüßt mich nicht mehr, und in der Besprechung über die Fortschritte bei der Einarbeitung der neuen Mitarbeiter hat er auf keinen meiner Sätze reagiert, mich nicht angeschaut und auch nichts direkt zu mir gesagt. Nur mit den neuen MA und O. hat er gesprochen.
Ich bin aufrichtig unbeeindruckt.
Kindergarten. Oder vielleicht doch mehr ein Affenzirkus?
So oder so mitleiderregend schäbig.
Allerdings kann es auch die "Eintrittskarte" zu völliger Ruhe sein. Vom nächsten Personalleiterforum bin ich jedenfalls seit heute entbunden; ist es eine "Strafe", wenn man ungeliebte Organisationsaufgaben nicht mehr erledigen muss? Vielleicht hätte ich ihm schon viel früher den Arsch versohlen sollen.......
Er grüßt mich nicht mehr, und in der Besprechung über die Fortschritte bei der Einarbeitung der neuen Mitarbeiter hat er auf keinen meiner Sätze reagiert, mich nicht angeschaut und auch nichts direkt zu mir gesagt. Nur mit den neuen MA und O. hat er gesprochen.
Ich bin aufrichtig unbeeindruckt.
Kindergarten. Oder vielleicht doch mehr ein Affenzirkus?
So oder so mitleiderregend schäbig.
Allerdings kann es auch die "Eintrittskarte" zu völliger Ruhe sein. Vom nächsten Personalleiterforum bin ich jedenfalls seit heute entbunden; ist es eine "Strafe", wenn man ungeliebte Organisationsaufgaben nicht mehr erledigen muss? Vielleicht hätte ich ihm schon viel früher den Arsch versohlen sollen.......
Randolph Carter - am Fr, 24. Apr. 2009, 15:26 - Rubrik: C - Arbeitsgegrummel