P. kann es einfach nicht gut sein lassen. Seit heute geht es in den 5. Monat, dass ich ihrem Beziehungs-Theater ein Ende gesetzt habe. Die erste Erschütterung ihrer Selbstüberzeugung unwiderstehlich zu sein war wohl, dass in unserem Fall nicht sie den Laufpass ausgestellt hat. Nun, es gibt für alles ein erstes Mal, und auch sowas muss sie vermutlich irgendwann lernen. Schade zwar, dass ich derjenige war der ihr dies beibringen musste, aber wenn das eben meine "Bestimmung" war, auch in Ordnung.
Früher, als "unsere Welt" noch halbwegs rund in ihren Lagern lief, hatten wir uns irgendwann über unsere zurückliegenden Beziehungen unterhalten. Eine ihrer Aussagen ist mir dabei ganz besonders in Erinnerung geblieben. Nämlich, dass alle ihre Verflossenen nach drei, spätestens nach sechs Monaten wieder an ihrer Tür gekratzt haben. (Ihr langjährigster Ex rief regelmäßig einmal pro Woche an, trotz des Umstandes, dass er schon seit einem Jahr mit einer anderen zusammenwohnte & mit ihr nach Berlin gezogen ist.) Sie hat ihrer Verachtung für solches Tun ziemlich deutlich Ausdruck verliehen. Es hat mich ein wenig verwirrt, denn einerseits hat sie diesen Begebenheiten keinen Riegel vorgeschoben und eifrig kokettiert, andererseits hat sie das Verhalten ihrer Verflossenen als erbärmlich kategorisiert. (Ein Spiel, welches offenbar von Frauen bevorzugt wird)
Ich habe sie darauf hingewiesen, dass für den Fall, dass es bei uns zu einer Trennung käme -ha-ha!- sie sich nicht wundern sollte wenn es dann anders laufen wird, da ich nicht zu ihrem Rudel gonadengesteuerter Trieblinge gehörte, die für die Aussicht einen hübschen Arsch tätscheln zu können auch noch den allerletzten Rest Selbstachtung in den Gully spülen.
Weder kann ich mich mit ihrem Verflossenen Juwelier mit Rotary-Mitgliedschaft noch mit dem Sportartikelmodell messen; wenn das allerdings bedingen sollte, jedwede Form von menschlicher Größe oder Würde in die Tonne zu treten, so möchte ich das auch gar nicht können.
Weder hatte ich vor zwei Monaten das Bedürfnis, noch verspüre ich es jetzt, noch bin ich der Ansicht im Laufe der kommenden Monate das Verlangen zu entwickeln, irgendwann greinend auf ihrer Fußmatte zu kauern und sie durch mitleiderregende Dummheit dazu bewegen zu wollen, mich wieder zwischen ihre Beine zu lassen.
Dafür kann sie jetzt keine Ruhe geben. Sie hat mir die Nebenkosten-Abrechung für das vergangene Jahr zugeschickt. Das ist sogar noch vollkommen korrekt und kann in keiner Form beanstandet werden. Die beigefügte Rechnung über die Instandsetzung der von ihr aufgegebenen Wohnung aber schon. Nachdem ich mich daran in keiner Weise aktiv beteiligt habe - welche Vorstellungen hat die Süße? Dass ich zusammen mit meinem "Nachfolger", wegen dem ich sie vor die Tür gesetzt habe, einträglich die Küche streiche und das Arbeitszimmer tapeziere?!- solle ich sie jetzt wenigstens finanziell bei der Aktion in F. unterstützen.
Sie versucht zu provozieren.
Früher - als mir noch etwas daran lag, dass sie Handlungsmotive und Entscheidungsgrundlagen versteht - hätte das zu einer langen Erklärung, zu Darlegungen und Definitionen geführt. Monolog, den sie hätte ignorieren, oder Dialog bei dem sie heftig hätte Contra geben können. Auf jeden Fall irgend eine Art von Kommunikation, die "Aufwand" auf meiner Seite generiert. Diesen Aufwand ist sie aber nicht mehr wert. Also lasse ich es. Also versucht sie sporadisch weiter zu provozieren.
Es erinnert mich in Ansätzen an Mme. Psycho. Die hat aber immerhin ganz klar gesagt es ist erst vorbei wenn sie es sagt, und nicht wenn ich es beende. Mein generell geduldig-verständiges Verhalten in paar-dyadischen Interaktionen scheint zu dem allgemeinen Trugschluß zu verleiten, mir so ziemlich alles was "ihr" an Idiotie in den Sinn kommt zumuten zu können. Ein Unterschied zwischen "ich tue alles" und "ich lasse mir alles antun" scheint merkwürdiger Weise nur in meinem Wertesystem manifest zu sein. Kann mir aber letztlich egal sein. Der Rabe hat noch die meiste Zeit damit verschwendet, von den Spatzen etwas lernen zu wollen.
Ein kleines Detail am Rande hat aber doch meine Neugier -wohl gemerkt, nicht mein Interesse!- erregt: Die Anschrift von P. ist eine vollkommen neue.
Fo hat sich ja erledigt. Und offenbar ist es auch nicht mehr R wo wir ja gemeinsam hingezogen sind. Auch ist es nicht die Anschrift von D. in Köln. Die Halbwertszeit von D. -dessen "Existenz" mich letztlich veranlasst hat unsere Beziehung zu beenden- scheint bereits abgelaufen zu sein.
Ein anderer Mann, eine andere Stadt. Und was ich an der Peripherie noch so mitbekommen habe, ist es da auch nicht sonderlich gut bestellt.
Mittlerweile halte ich es mit einem Stück von Melotron, oder, um mit Jaw zu sprechen: "Alec is amused".
Früher, als "unsere Welt" noch halbwegs rund in ihren Lagern lief, hatten wir uns irgendwann über unsere zurückliegenden Beziehungen unterhalten. Eine ihrer Aussagen ist mir dabei ganz besonders in Erinnerung geblieben. Nämlich, dass alle ihre Verflossenen nach drei, spätestens nach sechs Monaten wieder an ihrer Tür gekratzt haben. (Ihr langjährigster Ex rief regelmäßig einmal pro Woche an, trotz des Umstandes, dass er schon seit einem Jahr mit einer anderen zusammenwohnte & mit ihr nach Berlin gezogen ist.) Sie hat ihrer Verachtung für solches Tun ziemlich deutlich Ausdruck verliehen. Es hat mich ein wenig verwirrt, denn einerseits hat sie diesen Begebenheiten keinen Riegel vorgeschoben und eifrig kokettiert, andererseits hat sie das Verhalten ihrer Verflossenen als erbärmlich kategorisiert. (Ein Spiel, welches offenbar von Frauen bevorzugt wird)
Ich habe sie darauf hingewiesen, dass für den Fall, dass es bei uns zu einer Trennung käme -ha-ha!- sie sich nicht wundern sollte wenn es dann anders laufen wird, da ich nicht zu ihrem Rudel gonadengesteuerter Trieblinge gehörte, die für die Aussicht einen hübschen Arsch tätscheln zu können auch noch den allerletzten Rest Selbstachtung in den Gully spülen.
Weder kann ich mich mit ihrem Verflossenen Juwelier mit Rotary-Mitgliedschaft noch mit dem Sportartikelmodell messen; wenn das allerdings bedingen sollte, jedwede Form von menschlicher Größe oder Würde in die Tonne zu treten, so möchte ich das auch gar nicht können.
Weder hatte ich vor zwei Monaten das Bedürfnis, noch verspüre ich es jetzt, noch bin ich der Ansicht im Laufe der kommenden Monate das Verlangen zu entwickeln, irgendwann greinend auf ihrer Fußmatte zu kauern und sie durch mitleiderregende Dummheit dazu bewegen zu wollen, mich wieder zwischen ihre Beine zu lassen.
Dafür kann sie jetzt keine Ruhe geben. Sie hat mir die Nebenkosten-Abrechung für das vergangene Jahr zugeschickt. Das ist sogar noch vollkommen korrekt und kann in keiner Form beanstandet werden. Die beigefügte Rechnung über die Instandsetzung der von ihr aufgegebenen Wohnung aber schon. Nachdem ich mich daran in keiner Weise aktiv beteiligt habe - welche Vorstellungen hat die Süße? Dass ich zusammen mit meinem "Nachfolger", wegen dem ich sie vor die Tür gesetzt habe, einträglich die Küche streiche und das Arbeitszimmer tapeziere?!- solle ich sie jetzt wenigstens finanziell bei der Aktion in F. unterstützen.
Sie versucht zu provozieren.
Früher - als mir noch etwas daran lag, dass sie Handlungsmotive und Entscheidungsgrundlagen versteht - hätte das zu einer langen Erklärung, zu Darlegungen und Definitionen geführt. Monolog, den sie hätte ignorieren, oder Dialog bei dem sie heftig hätte Contra geben können. Auf jeden Fall irgend eine Art von Kommunikation, die "Aufwand" auf meiner Seite generiert. Diesen Aufwand ist sie aber nicht mehr wert. Also lasse ich es. Also versucht sie sporadisch weiter zu provozieren.
Es erinnert mich in Ansätzen an Mme. Psycho. Die hat aber immerhin ganz klar gesagt es ist erst vorbei wenn sie es sagt, und nicht wenn ich es beende. Mein generell geduldig-verständiges Verhalten in paar-dyadischen Interaktionen scheint zu dem allgemeinen Trugschluß zu verleiten, mir so ziemlich alles was "ihr" an Idiotie in den Sinn kommt zumuten zu können. Ein Unterschied zwischen "ich tue alles" und "ich lasse mir alles antun" scheint merkwürdiger Weise nur in meinem Wertesystem manifest zu sein. Kann mir aber letztlich egal sein. Der Rabe hat noch die meiste Zeit damit verschwendet, von den Spatzen etwas lernen zu wollen.
Ein kleines Detail am Rande hat aber doch meine Neugier -wohl gemerkt, nicht mein Interesse!- erregt: Die Anschrift von P. ist eine vollkommen neue.
Fo hat sich ja erledigt. Und offenbar ist es auch nicht mehr R wo wir ja gemeinsam hingezogen sind. Auch ist es nicht die Anschrift von D. in Köln. Die Halbwertszeit von D. -dessen "Existenz" mich letztlich veranlasst hat unsere Beziehung zu beenden- scheint bereits abgelaufen zu sein.
Ein anderer Mann, eine andere Stadt. Und was ich an der Peripherie noch so mitbekommen habe, ist es da auch nicht sonderlich gut bestellt.
Mittlerweile halte ich es mit einem Stück von Melotron, oder, um mit Jaw zu sprechen: "Alec is amused".
Randolph Carter - am Mi, 2. Mär. 2005, 01:56
"Wenn man sich überlegt, von welchen Zufällen es abhängt, daß man eines Tages in der Wiege liegt, brüllt und "man selber" geworden ist! [...] Wenn es mich nicht gäbe, könnte es mir eigentlich gar nicht leid tun, daß ich nicht auf der Welt wäre! Nun gibt es mich aber, und ich bin im Grunde ganz froh darüber. Man hat viel Freude davon, daß man lebt. Freilich auch viel Ärger. Aber wenn man nicht lebte, was hätte man dann? Keine Freude. Nicht einmal Ärger. Sondern gar nichts! Überhaupt nichts! Also, dann hab ich schon lieber Ärger..."
Erich Kästner: "Kästner über Kästner"
Erich Kästner: "Kästner über Kästner"
Randolph Carter - am Mo, 21. Feb. 2005, 06:02
Frau S. hat mich wachtelefoniert.
Frau S. ist sehr nett und umgänglich. Sie hat es möglich gemacht, dass vor der Prüfung noch eine Kurseinheit abgehalten wird.
Sie ist auch sehr fürsorglich.
Die Kursteilnehmer sind ein wenig eingeschüchtert. Ich sei so undurchschaubar und -es war wirklich dieses Wort!- "teuflisch".
Ich habe ja schon viel gehört, "Ein ganz bissiger Hund", "..sieht eher aus wie der Türsteher einer Disse, der sich in die Uni verirrt hat, als ein Dozent...", ab und zu eine Beschwerde, weil ich Leute auch rausschmeisse wenn sie zu sehr stören oder wenn einer von den Liegestuhl-Teilnehmern erfährt, dass bei mir Anwesenheitspflicht in den Seminaren herrscht; aber bei den Lehrevaluationen -die ich im Gegensatz zu den beamteten oder fest angestellten Dozenten regelmäßig abhalte, weil mir die Qualität des Unterrichts am Herzen liegt....- gibt es seit Jahren einen ceiling-effect, weil es so gut wie keine durchschnittlichen oder negativen Bewertungen gibt. Aber "teuflisch"?!
Da fiel mir wieder ein, dass ich ja die Personifikation des Voland aus "Meister und Margarita" zu sein scheine. Vielleicht eine kleine Metamorphose? Dabei gebe ich mich seit Jahren gleich, sehe seit Jahren unverändert aus. Muss also an den veränderten Perzeptions-Schemata der Leute liegen.....
Mit dem Jahrgang werde ich noch viel Freude haben..... und die erst mit mir!
Wir zwei haben viel gelacht. Ich fragte sie, wie sie die Sache sieht. Frau S. meinte "...ich kenn´ sie ja....". Ansonsten war sie bemüht, diplomatisch zu sein.
Manche Tage fangen doch irgendwie gut an.
Junker Voland verneigt sich, dankt für die Aufmerksamkeit mit einem süffisanten Lächeln auf den Lippen und verpufft in einer leicht nach Schwefel riechenden Wolke.
Frau S. ist sehr nett und umgänglich. Sie hat es möglich gemacht, dass vor der Prüfung noch eine Kurseinheit abgehalten wird.
Sie ist auch sehr fürsorglich.
Die Kursteilnehmer sind ein wenig eingeschüchtert. Ich sei so undurchschaubar und -es war wirklich dieses Wort!- "teuflisch".
Ich habe ja schon viel gehört, "Ein ganz bissiger Hund", "..sieht eher aus wie der Türsteher einer Disse, der sich in die Uni verirrt hat, als ein Dozent...", ab und zu eine Beschwerde, weil ich Leute auch rausschmeisse wenn sie zu sehr stören oder wenn einer von den Liegestuhl-Teilnehmern erfährt, dass bei mir Anwesenheitspflicht in den Seminaren herrscht; aber bei den Lehrevaluationen -die ich im Gegensatz zu den beamteten oder fest angestellten Dozenten regelmäßig abhalte, weil mir die Qualität des Unterrichts am Herzen liegt....- gibt es seit Jahren einen ceiling-effect, weil es so gut wie keine durchschnittlichen oder negativen Bewertungen gibt. Aber "teuflisch"?!
Da fiel mir wieder ein, dass ich ja die Personifikation des Voland aus "Meister und Margarita" zu sein scheine. Vielleicht eine kleine Metamorphose? Dabei gebe ich mich seit Jahren gleich, sehe seit Jahren unverändert aus. Muss also an den veränderten Perzeptions-Schemata der Leute liegen.....
Mit dem Jahrgang werde ich noch viel Freude haben..... und die erst mit mir!
Wir zwei haben viel gelacht. Ich fragte sie, wie sie die Sache sieht. Frau S. meinte "...ich kenn´ sie ja....". Ansonsten war sie bemüht, diplomatisch zu sein.
Manche Tage fangen doch irgendwie gut an.
Junker Voland verneigt sich, dankt für die Aufmerksamkeit mit einem süffisanten Lächeln auf den Lippen und verpufft in einer leicht nach Schwefel riechenden Wolke.
Randolph Carter - am Mo, 14. Feb. 2005, 09:21
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